Glitzernde Tropfen des letzten Tropenschauers auf sattgrünen Blättern. Mächtige Stämme im ungezähmten Regenwald, welcher sich bis zu unberührten Sandstränden erstreckt. Grünbewachsene, bis über 2.000 Meter hohe Vulkanlandschaften, tosende Wasserfälle und bunte Unterwasserwelten. Wir sind jenseits von Afrika, in den Weiten des Atlantiks, und zugleich mittendrin in faszinierender Ursprünglichkeit, zu der sich Spuren kolonialer Vergangenheit gesellen. São Tomé und Príncipe sind ein tropisches Inselparadies – noch unentdeckt von der touristischen Welt und gerade deshalb eine Reise wert.

Mal ehrlich: Haben Sie schon von São Tomé und Príncipe gehört? Der Name mag bekannt klingen, spontan verorten aber kann man den zweitkleinsten afrikanischen Inselstaat nicht so leicht – und als Reiseziel hat man ihn wohl noch gar nicht auf dem Plan. Dabei hat das tropische Archipel im Golf von Guinea mit den namensgebenden beiden Hauptinseln, welche etwa 200 km vor der westafrikanischen Küste auf Höhe des Äquators liegen, einiges zu bieten. Die Geschichte des Landes reicht bis ins Jahr 1470 zurück, als portugiesische Seefahrer die Inseln entdeckten und einnahmen. Während der Kolonialzeit konzentrierte man sich zunächst auf die Zuckerproduktion, später auf den Anbau von Nutzpflanzen wie Kaffee, Vanille oder Kakao, von welchem heute 15.000 Tonnen jährlich exportiert werden. Nach jahrzehntelangem Widerstand gegen das Kolonialregime wurde 1975 schliesslich die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet, welche den Weg zur demokratischen Republik öffnete. Von den heute rund 210.000 Einwohnern leben rund 95 Prozent auf São Tomé, dort überwiegend in der gleichnamigen Hauptstadt, in welcher auch der internationale Flughafen liegt. Der 663 hohe Felsen Pico Cão Grande, welcher markant aus dem Dschungelwald des Parque Natural Obô de São Tomé ragt, ist das Wahrzeichen der grösseren Insel – wenngleich er manchmal sein Haupt in Wolken hüllt. Überall entdeckt man Spuren der kolonialen Vergangenheit: in alten Plantagen, in den prächtigen Roças, den historischen Wohngebäuden, oder auch in Lost Places mit Ruinen, die Stück für Stück von der Natur zurückerobert werden.

Dass die malerischen Inseln São Tomé und Príncipe noch als echter Geheimtipp gelten und nicht längst im Fokus einer breiten touristischen Bekanntheit stehen, kommt eigentlich unerwartet. Die Gründe dafür liegen im hohen Anteil an tropischem Regenwald, welcher von der Regierung des Landes zu grossen Teilen zum Naturschutzgebiet erklärt wurde – auf Príncipe sogar zum UNESCO-Biosphärenreservat. Einer, der die Einzigartigkeit des idyllischen Inselstaats sofort erkannt hat, ist Mark Shuttleworth. Der südafrikanische Tech-Unternehmer hatte sich bereits in den 1990er Jahren mit der Entwicklung von digitalen SSL-Sicherheitszertifikaten einen Namen und mit dem Verkauf seiner Firma ein Vermögen gemacht. Heute steht er als Gründer und CEO hinter Canonical und Ubuntu. Er war ausserdem der erste afrikanische Weltraumtourist an Bord einer russischen Sojus-Rakete auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS – wodurch sein Blick auf die Welt eine neue Dimension erreichte. Mit seiner Initiative «HBD Príncipe» folgt der charismatische Visionär nun seiner Wertevorstellung, welche sich eine wirtschaftlich und sozial nachhaltige, ökotouristische Erschliessung auf der Insel Príncipe zum Ziel gesetzt hat. Sein rein eigenfinanziertes Investment im dreistelligen Millionenbereich widmet sich Tourismus, Landwirtschaft, Naturschutz und zugleich einer achtsamen lokalen Entwicklung auf Príncipe, welche vor allem auch der ansässigen Bevölkerung zugutekommt. So sind neben Massnahmen in der Verkehrsinfrastruktur auch Agroforst-Projekte zur Förderung der lokalen Produkte entstanden, ausserdem werden Bildungs- und Sozialprogramme unterstützt. Mit dem Betrieb mehrerer Boutique-Hotels und Resorts, welche in der «Príncipe Collection» zusammengefasst werden, ist ein sanfter und innovativer Weg in den Tourismus gelungen: Jedes Haus zeigt auf seine Weise, wie sich anspruchsvoller Komfort mit der Massgabe ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung auf einen Nenner bringen lässt.

Das Naturschauspiel, welches sich auf Príncipe entfaltet, ist atemberaubend: Wenn die Gischt der Wellen auf die zerklüfteten Vulkanfelsen trifft, wenn sich in das leise Flüstern der imposanten Palmen, Tamarinden- und Kapokbäume die vereinzelten Rufe seltener Wildvögel mischen oder wenn man auf versteckten Dschungelpfaden über verzweigtes Wurzelwerk wandert, begleitet von tropischer Feuchte und allen Facetten von Grün, dann ist dies Natur pur. Wenn sich an den menschenleeren, goldgelben Stränden kleine Meeresschildkröten auf den Weg ins türkisfarbene Wasser machen oder nur wenige Meter entfernt Buckelwale vorbeiziehen, dann darf man das ein echtes Paradies nennen. Eines, dessen Schönheit es wert ist, geteilt zu werden, aber auch eines, das beschützt werden muss. Deshalb braucht es manchmal Zeit, bis die visionären Zukunftsprojekte der HBD Príncipe in ihrer wegweisenden Nachhaltigkeit verstanden und mit der Zustimmung und Kooperation der einheimischen Inselbewohnerschaft umgesetzt werden.

Per Hand werden die gelbschaligen Früchte von den Bäumen gepflückt. Sorgsam aufgeschlagen, um ihr wertvolles Inneres zu bergen – die weiss ummantelten Kakaobohnen der traditionsreichen Forastera-Sorte. Samt Fruchtfleisch werden sie bis zu 16 Tage lang in Kisten gelagert, wodurch der Fermentationsprozess erfolgt – was die Bitterkeit reduziert und das typische Kakaoaroma reifen lässt. Von der Sonne getrocknet und dadurch haltbar gemacht, werden die Bohnen anschliessend gereinigt, geröstet und geschält. Sie sind der Schlüssel zu echter Magie: handgeschöpfter Bio-Schokolade in weltweit anerkannter Spitzenqualität. Jedes Stück zergeht auf der Zunge, seine 75, 80 oder 100 Prozent Kakao in einzigartig aromatischer, intensiver Frische entfaltend – und das ganz ohne den Zusatz von Zucker oder Gewürzen. Kaum anderswo kann man der Schokoladengeschichte der Inseln so authentisch nahekommen wie im Roça Sundy: Das Eclipse House des Boutique-Hotels war früher das Wohnhaus des Plantagenbesitzers, das Cacao House das Betriebsgebäude der Angestellten. Und auch in der Kulinarik sind Kakao und Schokolade hier allgegenwärtig: mal in vollmundigen Desserts, mal in feinen Details einzelner Gänge der Menüs, welche hauptsächlich mit lokalen Zutaten kreiert werden – wie fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten, Geflügel, Gartengemüse und tropischen Früchten. Neben internationaler Küche geniesst man farbenfrohe kreolische Spezialitäten, natürlich immer der achtsamen, nachhaltigen Philosophie verpflichtet, weshalb man sich auf Bio-Qualität und Frische verlassen kann. Als eines der besten Restaurants der Inseln gilt übrigens das der Omali Lodge auf São Tomé: Es erwartet mit landestypischen Gerichten, je nach Saison auch mit internationalen Kreationen. Besonders das Schokomousse muss man hier unbedingt probiert haben! Trotz aller Ursprünglichkeit geniesst man in den Hotels der Príncipe Collection also Ökoluxus pur – mit rundum genussreichen Reiseerlebnissen.

«Leve, leve» sagt man hier auf den Inseln und meint damit die Entschleunigung, welche mit einer Auszeit in der tropischen Natur verbunden ist. Vom ersten Moment an spürt man angenehme Wärme, durch die äquatornahe Lage bleiben die Temperaturen das ganze Jahr über konstant. Wer zwischen Juni und September kommt, hat in dieser Trockenzeit wenig Niederschläge zu befürchten – perfekt, um die Tage am Strand zu verbringen oder Ausflüge und Wanderungen ohne Regenjacke zu unternehmen. Während der Regenzeit von Oktober bis Mai muss man zwischendurch mit kurzen tropischen Schauern rechnen, dafür entfaltet die Vegetation ihre ganze Pracht – mit blühenden Orchideen, Riesenbegonien oder Himmelsblumen. In diesen Monaten wandern auch die Wasserschildkröten zum Nisten an den Strand. Wer Wale und Delfine sehen möchte, hat im August und Oktober grosse Chancen. Sind Sie startklar? Dreimal pro Woche fliegt die TAP Portugal aus Lissabon São Tomé an, von dort ist es nur ein 30-minütiger Flug nach Príncipe.

Príncipe Collection
Fünf Hotels, vereint unter einem Dach: das Sundy Praia Retreat mit markanten Zeltvillen direkt am Strand; das Bungalow-Resort Bom Bom, welches zwischen zwei goldenen Stränden lässiges Tropenfeeling verspricht; das Boutiquehotel Roça Sundy mit seinen authentisch restaurierten Gebäuden einer ehemaligen Schokoladenfabrik; das neue Resort Belo Monte oberhalb des ikonischen Banana Beach, welches weite Ausblicke eröffnet; und dazu die Omali Lodge, welche als Strandhotel auf São Tomé die Collection vollendet. Sie alle lassen Exklusivität, Erbe und Natur verschmelzen und erwarten ihre Gäste mit unvergesslichen Erlebnissen.

Let's go Tours – Reisespezialisten für São Tomé & Príncipe
Wenn wir Sie hier für die beiden Inseln und eine Reise in dieses verborgene Paradies begeistern konnten, legen wir Ihnen ein Gespräch mit echten Experten ans Herz: Das erfahrene Team von Let's go Tours im Schweizer Schaffhausen erzählt Ihnen gerne und ausführlich alles über Land und Leute, über Flora und Fauna, ausserdem über Klima und Reisezeiten, über Anreise und Unterkünfte, über Highlights und Rundreisen. Individuelle Wünsche nach massgeschneiderten Erlebnissen werden von den Afrikaspezialisten ebenfalls gerne erfüllt – ob Wandern, Klettern, Schnorcheln oder Tauchen, ob Whalewatching oder Schildkrötenbeobachtung, ob Bootsausflug oder ein romantisches Dinner. Alles ist möglich.
Let's go Tours AG, letsgo.ch

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