Wie der Wind

Ökologisch revolutionäres und sportliches Fahren mit dem RG Nathalie

Superschnell fahren und trotzdem nicht die Umwelt belasten? Geht das? Die bisher bekannte Technologie hat mich nicht überzeugen können. Doch nun habe ich eine Neuigkeit vernommen, die mich neugierig macht: Roland Gumpert proudly presents the RG Nathalie, ein Supersportwagen, der auf der Stromerzeugung aus Methanol basiert. Benannt nach seiner Tochter – Nathalie bedeutet übrigens «dies natalis = Tag der Geburt» – erstaunt diese Innovation als echte Alternative zu den herkömmlichen Angeboten. Was braucht es eigentlich mehr zum Autofahren als Luft und Liebe? Den RG Nathalie würde ich gerne mal fahren. Mal sehen, ob wir bald rufen können: A star is born!

Wie der Wind – sauber, schnell und stark – kommt der neu entwickelte RG Nathalie daher. In einem Preview wird verraten, was sich der ehemalige Audi-Motorsport-Chef und Erfinder des automobilen Meilensteins Gumpert Apollo, Roland Gumpert, überlegt hat, um die scheinbaren Gegensätze des sportlichen Fahrens und der ökologisch unbedenklichen Fortbewegung in Einklang zu bringen. Denn mit komprimiertem Wasserstoff zur Stromerzeugung zu arbeiten, ist viel zu kompliziert gedacht. Mit viel Energie muss dieser Kraftstoff in den Tank gepresst werden; Energie, die eigentlich gespart werden soll. Die Lösung des Problems ist naheliegend: Der Wasserstoff, aus welchem der Strom für den Antrieb kommt, wird im Auto aus flüssigem Methanol und Wasser selbst hergestellt. Das Ergebnis von Gumperts Überlegungen ist also eine Maschine, die mittels elektrochemischer Reaktion Energie aus Methanol gewinnt; ein fossiler Brennstoff, der in grossen Mengen vorhanden ist. Aber das bei der Wasserstoffherstellung anfallende CO2 wird doch in die Luft ausgestossen, kann man einwenden. Davon abgesehen, dass es sich dabei nur um kleine Mengen handelt, sollte «grünes Methanol», zum Beispiel aus Biogasanlagen, verwendet werden, dessen CO2 zuvor der Umwelt entzogen wurde. Die Methanol-Brennstoffzelle, die RG Fuel Cell, ist somit eine saubere Technologie. Und wie lange dauert das Betanken mit Methanol? Drei Minuten! Die Frage, ob Elektro und Sport zusammengehen, wird mit dem RG Nathalie positiv beantwortet: Der Kraftstoff Methanol macht es möglich. Die Reichweite, welche der RG Nathalie mit seiner Technologie zur Verfügung stellt, liegt bei 850 Kilometern bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern, was heutzutage doch kaum noch erreicht wird. Auch bei höheren Geschwindigkeiten stellt der RG Nathalie andere elektrisch angetriebene Autos in den Schatten. Die ständige Suche nach einer der wenigen Ladesäulen entfällt; längere Touren, auch über Land, sind kein Problem. Warum sind da nicht schon andere draufgekommen? Roland Gumpert ist überzeugt: «Das ist die Zukunft abgasfreier Autos.» Ob andere Automobilkonzerne daran noch vorbeikommen?

Wie bei einem Windspiel strömt die Luft in Ideallinie über den Körper des RG Nathalie. Der aerodynamische Körperbau stimmt von der Front bis zum Heck; Vortex-Generatoren, Spoiler und Diffusor reduzieren den Widerstand auf das notwendige Minimum. Der RG Nathalie hat alles was ein Supersportwagen braucht: Das Chassis ist aus Carbon, der Gitterrohrrahmen ist rennsporttauglich, in weniger als 2,5 Sekunden kann er von null auf hundert beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 Stundenkilometern. Alle sogenannten Rennsportgene sind selbstverständlich vorhanden. Das schnittige Coupé ist mit weniger als 1.600 Kilogramm ein Leichtgewicht, seine vier Motoren – an jedem Rad einer – liefern eine Leistung von bis zu 600 PS, der Allradantrieb sorgt für rasantes Fortkommen auf allen Strecken. Der mit Filz ausgekleidete Innenraum des Zweisitzers mit Rapid-Display im zentralen Blick des Fahrers unterstreicht das sportlich-minimalistische Erscheinungsbild. Der RG Nathalie fühlt sich auf Rennstrecken zu Hause, ist aber genauso für die Strasse zugelassen und hier somit das Schnellste, was zu finden ist. Um alle diese ambitionierten Ziele zu erreichen, hat sich Roland Gumpert mit dem chinesischen Elektroauto-Start-up Aiways zusammengetan. Als ausgewiesener Fachmann besetzt er den Posten des Aiways Chief Product Managers; gleichzeitig ist er Chef des deutschen Ablegers Gumpert Aiways in Ingolstadt. Mit seinem Pioniergeist schlägt Roland Gumpert eine neue Seite in der noch jungen Geschichte der Elektroautos auf und treibt das sino-deutsche Joint Venture in innovative Höhen. Beide Seiten profitieren voneinander und man wird sehen, ob sie die Kraft haben, den etablierten Automobilmarkt aufzumischen und von ihrer neuen Technologie zu überzeugen. China könnte dabei der Vorreiter sein. Gefertigt werden soll der RG Nathalie jedoch in dem durch die Gumpert Aiways Automobile GmbH bereicherten Autostandort Ingolstadt. Die Schwierigkeiten um komplizierte Technologie und geringe Reichweiten sind mit dieser Weltneuheit behoben, die Beschleunigung mit gutem Gewissen kann kommen. Zusammengefasst: RG Nathalie – rasant, sauber, futuristisch, innovativ.

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Website Gumpert Aiways Automobile GmbH
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