Wildnis hautnah

Kaffee, Steppe, Busch und wilde Tiere: Tansania ist pures Afrika-Abenteuer.

«Ich hatte eine Farm in Afrika...», so beginnt die berühmte autobiographische Erzählung der dänischen Adeligen Karen Blixen, die nach Kenia ausgewandert war und sich als eine der ersten an Kaffeeanbau in ostafrikanischen Hochlagen wagte. Während ihr damals der Erfolg versagt blieb, werden die Bohnen der Arusha Coffee Lodge im benachbarten Tansania seit langem weltweit geschätzt. Hier bin ich, nur unweit des mächtigen Kilimandscharos, und geniesse in der schönen Gartenlandschaft des Resorts eine Tasse Kaffee. Bereit für mein Abenteuer Afrika – auf einer Rundreise, die hoch in den Himmel und tief ins Herz Tansanias gehen wird. Bereit für die Skysafari by Elewana.

Es ist Oktober und Frühling in Tansania. Bei angenehmen 28 Grad lädt die Arusha Coffee Lodge dazu ein, sich nach der Anreise zu erholen. Das gepflegte Resort der Elewana-Gruppe liegt eingebettet in üppig grüne Kaffeeplantagen und ist wie gemacht, um sich in aller Ruhe auf ein authentisches, vom internationalen Tourismus noch weitgehend unberührtes Afrika einzustimmen. Nur das Brummen der Kleinflugzeuge, die am nahe gelegenen Arusha Airport starten und landen, erinnert daran, dass man in einer Stadt mit über 400.000 Einwohnern ist. Arushas Höhenlage von 1.400 Metern Meereshöhe bietet ideale Verhältnisse für den Anbau der edlen Arabica-Bohnen – das lerne ich am nächsten Tag bei einer Führung durch die 342 Hektar grosse Plantage. Den Weg von der Blüte zu den roten Früchten, von der Aufbereitung der grünlichen Kaffeebohnen bis hin zur schonenden Röstung zu erleben, ist hochinteressant. Anschliessend werden wir schon vom Shuttle Richtung Flugplatz erwartet: Es geht nach Tarangire. Schon der Flug hält unvergessliche Momente bereit – aus der Luft die weiten Steppen, verzweigte Flusstäler, Antilopen- und Zebraherden zu sehen, ist Afrika-Feeling pur. Vögel in prachtvoll schillernden Farben bemerken unseren Anflug und verlassen ihren Platz auf den ausladenden Affenbrotbäumen. Ein tiefes Rotgold strahlt uns entgegen, von Grün durchzogen, fast unwirklich schön.

Das Gefühl, im Herzen Afrikas angekommen zu sein, setzt sich in der Tarangire Treetops Lodge fort: Wie Baumhäuser schmiegen sich die Pfahlbauten an die mächtigen Stämme der Baobab-Bäume. Die Wildnis ist hautnah spürbar, der Ausblick aus den Zimmern und von der vorgelagerten Holzterrasse weit und frei. Einmaliges Naturflair, ungezähmte Ursprünglichkeit. Die Jeep-Safari kann alle Erwartungen erfüllen: Durch das offene Dach des Safari-Jeeps geniessen wir direkten Blick auf die herrliche Tierwelt, darunter Elefanten, Leoparden, Löwen. Beim Besuch eines Massai-Dorfes werden wir vom echten afrikanischen Leben begrüsst: Zwischen den runden Lehmhütten erleben wir traditionelle Lieder, bestaunen die stolzen Stammestänze und den von den Frauen gefertigten Perlenschmuck. Die touristische Unterstützung des Dorfes durch Elewana macht den Alltag dieser Massai, die hauptsächlich von Viehzucht leben, ein wenig einfacher. Von Tarangire aus geht es weiter nach Ngorongoro. Angesichts der 5 Sterne-Anlage The Manor, die im Stil kapholländischer Gutshäuser nachgebaut ist, fühlt man sich wahrlich an die Kolonialzeit erinnert. Dunkle Holzbalken, gemütliche Sitzmöbel und stilvolle Dekorationen prägen das Haupthaus mit Restaurant und Bar wie auch die grosszügigen, eleganten Zimmer, die in weiteren Häusern untergebracht sind. Ganz für sich kann man hier am Kaminfeuer sitzen und über die Kaffeeplantagen hinweg der Sonne beim Untergehen zusehen. Natürlich ist eine Krater-Tour unverzichtbar: Auf der zweistündigen Fahrt erleben wir buntes Leben in den Siedlungen und Dörfern, ehe es bergauf durch bewaldete, wenig abwechslungsreiche Landschaft zum Krater geht. Eindrucksvoll ist dann der Blick vom Kraterrand auf 2.200 Höhenmetern in die Weiten des Kraterbodens, der im Durchmesser rund 20 km misst.

Lokale Märkte, lebendiges Treiben, Einheimische, die tauschen, kaufen, verkaufen und feilschen – auch das gehört zu Tansania. Direkt an der Strasse werden Schuhe, Kleider, Ziegen oder Möbel angeboten. Wir sind unterwegs zum Lake Manyara. Er ist bekannt für Tausende von Flamingos, die sich hier im März/April versammeln und die Erdfarben Afrikas mit einem korallfarbenen Akzent bereichern. Jetzt im Oktober bleibt uns dies leider verwehrt, dennoch präsentiert sich die Kulisse aus Grün, Blau und Ocker wie gemalt. Vom Flugplatz Manyara starten wir zur nächsten Destination vor der Rückkehr nach Arusha: Das Elewana Migration Camp liegt im Norden des Serengeti Nationalparks. Es ist eine Safari-Logde im wahrsten Sinne, ein Zeltdorf, dabei auf sehr hohem Komfortniveau. Wäre da nicht das Zeltdach über uns, das edle Mobiliar mit Holzböden und Ledersesseln, weichen Kissen und Vorhängen liesse eher an ein luxuriöses Doppelzimmer denken. Auf der Holzterrasse, die jedem 2 Personen-Zelt vorgelagert ist, wird Wildlife greifbar – die hier beheimateten Affen, Elefanten, Giraffen und Flusspferde kommen ganz nah. Unsere Safari hält unvergessliche Erinnerungen bereit: Wir durften miterleben, wie eine Herde Gnus den Fluss durchquert, zu Hunderten, tosend, kraftvoll, unaufhaltsam. Sie folgen dem Regen, der im benachbarten Kenia ausblieb und sie dank eines kurzen Schauers in der letzten Nacht hierher führte. Was für ein Schauspiel! Die Fotokamera hat kaum Pause, allenfalls für einen Sprung in den Pool oder beim Dinner, wo man uns vielfältige afrikanische Speisen und herrliche südafrikanische Weine serviert. Ja, Tansania ist Abenteuer pur. Man tut gut an Malariaprophylaxe und Gelbfieberimpfung, dann steht dem Safari-Erlebnis in einem noch sehr authentischen Teil Afrikas nichts im Wege.

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